Gudrun Kugler informiert

Liebe Unterstützer, liebe Freunde,

auch in den vergangenen Wochen standen viele wichtige Themen auf meiner Agenda: demografischer Wandel, Migration, Lebensschutz, Christenverfolgung und über die Zukunft Europas. Gerne möchte ich Euch einige Eindrücke und Gedanken weitergeben.

Gemeinsam mit der Demografie-Intergruppe des europäischen Parlaments, der zuständigen Kommissarin und der italienischen Familienministerin durfte ich am Montag an einer päpstlichen Privataudienz teilnehmen. Seine kurze Ansprache ist absolut lesenswert. Hier der Link zum englischen Original und der deutschen Übersetzung.

Im Parlament wurde kürzlich ein Antrag auf "Prüfung der rechtlichen Rahmenbedingungen zum Schutz von Gesundheitseinrichtungen" beschlossen. Ich sehe diesen Antrag kritisch und habe ihm nicht zugestimmt. Es geht hier nicht einfach um eine technische Frage, sondern um Grundrechte und um den Umgang mit Versammlungsfreiheit. Es gibt keine einzige dokumentierte Anzeige wegen Belästigungen oder Übergriffen von Lebensschützern auf abtreibungswillige Frauen in den vergangenen zwei Jahren, wohl aber zahlreiche dokumentierte Übergriffe von Linksradikalen auf Lebensschützer. Ich halte es daher für falsch, hier unter dem Schlagwort "Schutz" in eine Richtung zu lenken, die Grundrechte beschneiden würde. Hier meine ausführlicheren Gedanken dazu.

Ein spannendes Gespräch führte ich mit Prof. Wolfgang Mazal über die historisch niedrige Geburtenrate, die Bindungsscheue vieler junger Menschen, die Herausforderungen für Unternehmen und die Frage, warum ein Mentalitätswandel notwendig ist. Auch das Pensionssystem kam dabei zur Sprache. Hört gerne rein - hier geht's zum Gespräch.

Ein weiteres wichtiges Gespräch durfte ich mit Heinz Faßmann führen. Es ging um Migration und Integration - eines der prägendsten Themen unserer Zeit. Wir sprachen darüber, was wir aus und seit 2015 gelernt haben, welche politischen Fehlannahmen es gab, ob Migration Europas demografische Probleme lösen kann und welche Rolle Bildung, Sprache und kulturelle Prägungen in Integrationsprozessen spielen. Ein differenziertes und hörenswertes Gespräch: Hier geht's zum Video.

Besonders bewegend war meine Reise nach Nigeria. Gemeinsam mit Abg. Marc Jost aus der Schweiz und dem ehemaligen slowakischen Premierminister Eduard Heger machte ich mir vor Ort ein Bild von der Sicherheits- und Menschenrechtslage. Nigeria wird in Zukunft eine immer größere Rolle spielen - und Europa darf nicht wegsehen. Die Gewalt gegen Christen ist erschütternd. Schätzungen zufolge werden dort jährlich rund 4.000 Christen getötet. Die Konflikte sind komplex, aber es sind besonders Christen, die auf grausame Weise Opfer religiös motivierter Gewalt werden. Wir führten zahlreiche Gespräche mit muslimischen und christlichen Religionsvertretern, politischen Entscheidungsträgern, Sicherheitsverantwortlichen und Vertretern der Zivilgesellschaft. Daraus formulierten wir konkrete Handlungsempfehlungen - von einer Stärkung der Polizeistrukturen und Justiz bis hin zu Investitionen in Bildung und Versöhnung. Lesen Sie hier mehr.

Beim Treffen der bilateralen parlamentarischen Freundschaftsgruppe Österreich-Kroatien im Parlament durften wir diesmal eine besonders große Runde begrüßen. Das große Interesse zeigt, welchen Stellenwert die Beziehungen zu Kroatien für Österreich haben. Im Mittelpunkt standen die geplante österreichisch-kroatische Schule in Wien und neue Perspektiven der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Österreich und Kroatien verbindet eine starke, gelebte Partnerschaft.

Im Nationalrat brachte ich zwei Anträge zur weltweiten Abschaffung der Todesstrafe ein. Beide wurden einstimmig angenommen. Das freut mich sehr, denn der Einsatz gegen die Todesstrafe ist ein zentrales menschenrechtliches Anliegen. Besonders alarmierend ist derzeit die Lage im Iran, wo die Todesstrafe zunehmend auch als Instrument politischer Repression eingesetzt wird. Gerade in Zeiten schwerster Konflikte müssen Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und internationale Standards gewahrt bleiben. Hier mehr dazu.

Auch mit Prof. Rudolf Taschner, dem die Uni Wien eine Ehrung verwehrte, weil er nicht ausreichend politisch korrekt denkt, durfte ich ein spannendes Gespräch führen, in dem es um Leitkultur, Wokeness, die 68er, Bildung und kulturelle Orientierung ging. Ein nachdenklicher Austausch über das, was unsere Gesellschaft zusammenhält: Hier geht's zum Gespräch.

Im Bereich der Pensionspolitik gibt es eine erfreuliche Entwicklung. Schon heute muss der Staat die Pensionen in erheblichem Ausmaß mitfinanzieren, und der demografische Wandel wird diesen Druck in den kommenden Jahren weiter erhöhen. Immer weniger Erwerbstätige müssen für immer mehr Pensionen aufkommen. Ohne Reformen wird sich das langfristig nicht ausgehen. Deshalb halte ich die neue Aktiv-Pension für einen sinnvollen Schritt: Wer über das Regelpensionsalter hinaus weiterarbeitet, soll davon auch spürbar profitieren - etwa durch steuerfreien Zuverdienst, den Wegfall bestimmter Pensionsversicherungsbeiträge und bessere Rahmenbedingungen für längeres Arbeiten. Die Aktiv-Pension wird das Problem nicht allein lösen, aber sie ist ein notwendiger Baustein. Hier mehr dazu.

Zum Schluss darf ich Sie noch zu einer interessanten Veranstaltung einladen:

"Heterogene Gesellschaften und Zusammenhalt aus Perspektive der evolutionären Anthropologie" - Wie gelingt das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Religionen? Wie viel Vertrauen herrscht in heterogenen Gesellschaften? Der Anthropologe Prof. Martin Fieder von der Uni Wien gibt Einblicke aus seinem Forschungsbereich. 08. Juni 2026 um 12:00 Uhr, AKV Altkalksburger Vereinigung, Ballhausplatz 1/7, Anmeldung: office(at)iufe.at

Zum Internationalen Parlamentarischen Gebetsfrühstück schickte ich bereits einen Newsletter: hier nochmals der Link zur Zusammenfassung.

Herzlichen Dank für Ihr Interesse, Ihre Unterstützung und Ihre treue Verbundenheit!

Gottes Segen,

Ihre

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