Gudrun Kugler informiert

Liebe Unterstützer, liebe Freunde,

es tut sich wieder viel – im Parlament, in Österreich und international. Einige ausgewählte Eindrücke und Themen der vergangenen Wochen möchte ich gerne mit Ihnen teilen.

Zu Beginn darf ich Sie herzlich zu folgender Veranstaltung einladen:

„Die Wirklichkeit des Menschenhandels“ – Politikdialog & Betroffenenperspektiven
Datum: Mittwoch, 26. November 2025
Uhrzeit: 17:00–19:00 Uhr (Einlass ab 16:30)
Ort: Lokal 7, Parlament
Menschenhandel ist eine der gravierendsten Menschenrechtsverletzungen unserer Zeit – und doch bleibt das Thema oft unsichtbar. Diese Veranstaltung bringt internationale Expertise, Betroffenenstimmen und konkrete politische Handlungswege zusammen.

Speakers: Silke Albert – Crime Prevention and Criminal Justice Officer, United Nations, Aktuelles internationales Lagebild, Trends und neue Ausbeutungsformen. Laurent Ziegler – Überlebender von Menschenhandel, Autor und Künstler. Andrea Staudenherz – Gründerin von Hope for the Future, Unterstützung für Überlebende von Menschenhandel und Ausstieg aus der Prostitution.

Anmeldung online hier: Die Wirklichkeit des Menschenhandels 

Statistik Austria: Bevölkerungsrückgang erwartet ab 20240

-> Bis 2040 wächst die Bevölkerungszahl noch um 2,5 % – von derzeit 9,2 auf 9,4 Millionen – ein Bevölkerungsrückgang ist ab den 2040er-Jahren erwartbar
-> Neue Erkenntnisse zu Fertilität und Lebenserwartung ergeben ein geringeres Wachstum als früher angenommen
-> 2040 ist voraussichtlich jede vierte Person 65 Jahre oder älter
-> Zahl der Erwerbspersonen sinkt
Die langfristigen Folgen dieser Entwicklung betreffen fast alle Bereiche unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Eine ausführliche Analyse finden Sie auf meinem Blog

Christenverfolgung: Wege aus der Ohnmacht“

Im Rahmen des Red Wednesday (19. November) lud ich in Zusammenarbeit mit dem Campus Tivoli zur Veranstaltung „Christenverfolgung: Wege aus der Ohnmacht“ ins österreichische Parlament. Im Austausch von Verwaltung, Parlament, Diplomatie, Kirchen und Zivilgesellschaft war es das Ziel, konkrete Maßnahmen und Handlungsempfehlungen zu entwickeln und langfristig in politischen Entscheidungsprozessen zu verankern. Mit dabei Mag. Claudia Höbarth, Direktorin des Campus Tivoli, die die Teilnehmer als „Teil der Lösung“ begrüßte. Redner waren Tristan Azbej, ungarischer Staatssekretär für die Hilfe verfolgter Christen, Martina Batinic, stellvertretende Leiterin der Stabstelle „Internationaler Schutz verfolgter religiöser Minderheiten“ des Bundeskanzleramts, Tobias Pechmann, Nationaldirektor von Kirche in Not, Monika Chap-Rabenau von Open Doors und Christoph Lehermayr, der Chefredakteur des allewelt-Magazins von Missio. Die wichtigsten Take-Aways finden Sie hier.

Anti-christliche Übergriffe gibt es auch in Europa

2.211 antichristliche Hassdelikte hat die Beobachtungsstelle für Intoleranz und Diskriminierung gegen Christinnen und Christen in Europa (OIDAC Europe) für 2024 verzeichnet, schreibt der ORF hier: https://religion.orf.at/stories/3232938. Ich habe diese Stelle mitgegründet, meine ehemalige Mitarbeiterin Anja Tang (früher Hoffmann) leidet sie ganz großartig. In einem Gastkommentar in der Presse schreibt Anja, „wie antichristliche Narrative Hassverbrechen schüren“, denn „in Europa werden Übergriffe auf Christen häufig übersehen. Doch gerade starke Demokratien dürfen sich keine doppelten Standards leisten.“ Den gesamten Beitrag finden Sie hier.

Medienkritik und faire Berichterstattung

Alle wissen mittlerweile, dass man Medien kritisch konsumieren muss. Gerade die hochgeschätzte BBC hat kürzlich schwerwiegende Beeinflussungen eingestanden. Es ist wichtig, dass es beim ORF keine solchen Tendenzen gibt. Aufgrund eines Beitrags über sogenannte „Christfluencer“ bekam ich einige aufgebrachte Zuschriften, denn nein, „konservativ“ sein ist nicht „voraufklärerisch“! Im öffentlichen Diskurs werden Christen von manchen schnell einmal pauschal in das Lager von Fundamentalisten gestellt – das ist mit Nachdruck abzulehnen. Außerdem: Ich glaube nicht, dass es richtig ist, den aussichtsreichen chilenischen Präsidentschaftskandidaten, Katholiken und neunfachen Vater Jose Antonio Kast in einem ORF-Artikel gleich vier Mal als „rechtsextrem“ zu bezeichnen und die ex-kommunistische Herausforderin als moderat hinzustellen (orf.at/stories/3411518/). Und weiters, Javier Milei ist nicht abgestürzt, sondern hat die Mandate seiner Partei verdreifacht (https://orf.at/stories/3409016/) – bezeichnend, dass dieser Artikel „nach einer redaktionsinternen Prüfung“ geändert werden musste.

Reise nach Tadschikistan

Vor kurzem war ich in Tadschikistan, wo ich mich mit Vertretern der OSZE und der IOM traf und mehrere Frauenhilfsprojekte besuchte. Lesen Sie hier über meine Erfahrungen.

Interview mit Kirche in Not

Im aktuellen Gespräch mit Kirche in Not widme ich mich der Rolle des christlichen Glaubens in der Politik, der Bedeutung der Religionsfreiheit und den wachsenden Herausforderungen, denen Christen in unserer Gesellschaft begegnen. Hier zum Video (47 Minuten).

Bannmeilen vor Abtreibungspraxen?

Ein aktueller Artikel des Magazins Corrigenda deckt auf: In Österreich gibt es keine belegten Übergriffe durch Lebensschützer vor Abtreibungseinrichtungen – obwohl manche Politikerinnen anderes behaupten. Trotzdem fordern sie sogenannte „Schutzzonen“, die das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit einschränken würden. Meine Meinung dazu: „Dass laut Polizei keinerlei Übergriffe oder Störungen durch Lebensschützer gemeldet wurden, deckt sich mit meiner Erfahrung und ich appelliere, dass dies auch künftig so bleibt. Von Verantwortungsträgern ist Respekt vor Fakten zu erwarten – auch wenn diese die eigene Ideologie nicht stützen. Gesetzesinitiativen auf Basis gewünschter Narrative oder unbestätigter Behauptungen zeugen von einem problematischen Politikverständnis. Anstatt sich an Fake News abzuarbeiten, gibt es genug reale Probleme, die entschlossenes Handeln verlangen.Das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit gilt auch dann, wenn es politisch unbequem ist. Es ist ortsbezogen und darf nicht nach Belieben der Politik eingeschränkt oder verlegt werden.“ Hier der Link zum Artikel: Eva-Maria Holzleitner und Meri Disoski: Wie Abtreibungsbefürworter mit Fake News Politik machen | Corrigenda

Peace & Justice Talk: „Kranichpolitik im Zeitalter der Elefanten"

Zu aktuellen Fragen über Entwicklungszusammenarbeit diskutierte ich mit Johannes Knierzinger von der Universität Wien und Gerald Faschingeder vom Paulo Freire Zentrum im Podcast „Peace&Justice Talks“ darüber, wie Österreich in all den geopolitischen Umstürzen dennoch zu Frieden, Gerechtigkeit und starken Institutionen beitragen kann. Eine dichte Analyse globaler Entwicklungen – hier zum Nachhören (51 Minuten).

OSZE Parlamentarische Versammlung trifft sich in Istanbul

Heute durfte ich für die OSZE Parlamentarische Versammlung in Istanbul die Sitzung zu Wirtschaft und Connectivity moderieren, 2,5 Stunden mit 35 Wortmeldungen aus 30 Ländern. Als Vizepräsidentin und Sonderbeauftragte für den demographischen Wandel melde ich mich zudem häufig zu Wort. Auf den Bildern zum Beispiel zu sehen bei einer Wortmeldung zum Thema Demographie sowie bei der Leitung des internen Koordinationtreffens der europäischen Volkspartei.

Danke für Ihre treue Unterstützung und Ihr Interesse an meiner Arbeit! Ich bleibe an allen Themen dran und halte Sie wie immer auf dem Laufenden.

Ihre

PS: Im Schnitt mehr als eine Rede pro Tag – auch das gehört zum parlamentarischen Alltag. Einige Fotos der letzten Tage findet Ihr hier:

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